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Dufter Start in den Tag: Ensaïmada de Mallorca – spanisches Hefegebäck

Im 17. Jahrhundert gab es sie nur zu besonderen Festlichkeiten. Seit dem 18. Jahrhundert liegen sie in mittleren und gehobenen Gesellschaftsschichten nahezu täglich auf dem Teller.

Im 19. Jahrhundert wurde das mallorquinische Traditionsgebäck auch über die Inselgrenzen hinaus bekannt: die Rede ist von der Ensaïmada de Mallorca (von kat. saïm, Schmalz).

Nicht nur für Einheimische handelt es sich hierbei um einen echten Gaumenschmaus. Auch viele Urlauber sind auf den Geschmack gekommen. Das leckere Hefegebäck ist auf der Sonneninsel daher fester Bestandteil der meisten Frühstückstische und Buffets geworden.

In mallorquinischen Hotels und Bäckereien liegt Morgen für Morgen der Duft von frisch gebackener Ensaïmada de Mallorca in der Luft.

Original-Rezept von der Regierung festgelegt

Die Bezeichnung „Ensaïmada de Mallorca“ wurde 1996 übrigens als Herkunftsbezeichnung geschützt. Im April 2003 verabschiedete die Regierung der Balearen die gültige Ensaïmada –Verordnung. Hierin wird genau beschrieben, welche Anforderungen das Produkt erfüllen muss, um den geschützten Namen tragen zu dürfen: 45-56% Stärkemehl, 16-20% Zucker, 18-20% Wasser, 6-10% Eiern und 4-6% Hefe.

Um eine Portion mallorquinisches Urlaubsfeeling für alle Sinne nach Hause zu bringen, haben wir hier ein Originalrezept zusammengefasst. Ein bisschen Zeit und Muße fordert das mallorquinische Hefegebäck in seiner Herstellung allerdings schon: Echte Ensaïmada de Mallorca ist nämlich so lecker und luftig, weil sie mit sehr viel Liebe und noch mehr Zeit gebacken wird.

Viel Erfolg beim Selberbacken!

Zutaten

700 g Weizenmehl Typ 550
240 g Zucker
30 g Sauerteig oder 15 g Sauerteig-Pulver
40 g Hefe
300 ml lauwarmes Wasser
2 Eier Größe M
250 g Schweineschmalz weich
Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung

1.) Mehl in eine Schüssel geben. Hefe in etwa 100 ml Wasser und etwas Zucker verrühren, in die Mehlmulde geben, mit Mehl bedecken und 20 Minuten gehen lassen.

2.) Restliches Wasser, Sauerteig und Eier dazugeben und alles mit dem Knethaken oder einer Küchenmaschine ca. 20 Minuten zu einem glatten Teig verrühren. Zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich die Teigmenge verdoppelt hat.

3.) Ca. 24 Kugeln mit mehligen Händen formen und diese nochmals 15 Minuten gehen lassen.

4. Jede einzelne Kugel noch einmal durchkneten, mit dem Nudelholz zu ovalen, dünnen Fladen ausrollen. Mit dem weichen Schmalz bestreichen und von der breiten Seite her diagonal vorsichtig aufrollen. Die Heferollen nochmals einige Minuten ruhen lassen.

5.) Die Rollen auf dem gefetteten Blech zu lockeren Schnecken formen. Zwischen den einzelnen Spiralen sollte ein Finger breit Luft sein. Den Teig über Nacht (mindestens 12 Stunden) zugedeckt stehen lassen, damit er nochmal gehen kann.

6.) Am nächsten Morgen die Schnecken bei 200 Grad im vorgeheizten Backofen ca. 15 -20 Minuten goldbraun backen.

7.) Die noch warmen Schnecken mit Puderzucker bestreuen.

TIPP: Möchte man aus dem Teig eine große Ensaïmada kreieren, beträgt die Backzeit ca. 50 Minuten. Sehr beliebt ist auch die Ensaïmada de Mallorca mit Engelshaar – gefüllt mit süßer Kürbiskonfitüre.

Guten Appetit!